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Ascheplatz

DAMALS:

Roter Rasen – Asche­platz, Hart­platz, Grand­platz, Schla­cke­platz, Ten­nen­platz: meint im Grunde alles das Gleiche. Im Ruhr­ge­biet sagt man auch ​„Roter Rasen“. Das Kicken macht auf dem rotbraunen Untergrund nicht immer Spaß. Wer sich in der Kreisklasse mit einer Grätsche auszeichnen will, riskiert blutige Schürfwunden an Knie, Schienbein und Oberschenkel. An trockenen Sommertagen verschwinden Spieler, Trainer und Zuschauer schon mal in einer dicken Staubwolke. Und im Winter wird aus einem Fußballspiel schnell eine Wasserschlacht auf matschigem Geläuf. Besonders im Ruhrgebiet waren Ascheplätze lange Zeit Normalität, doch mittlerweile geht der Trend immer mehr zum Kunstrasen. Es gibt nur noch wenige Plätze dieser Art. Doch die Investition in einen modernen Kunstrasenplatz ist hoch. Oft veranstalten Vereine dazu Spendenaktionen, um die Umrüstung von rot auf grün schnell realisieren zu können.

HEUTE:
Wohl nirgendwo in Deutschland spielt Fußball eine so große Rolle wie im Ruhrgebiet – und das nicht nur bei Schalke 04 oder Borussia Dortmund. Ob Bolzen auf dem Ascheplatz oder Triumphe im Stadion: Fußball ist hier regionale Identität und Kultur. Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Fußballvereine wie im Revier. An jedem zweiten Wochenende – mitunter auch unter der Woche – steht für zahlreiche Fans im Ruhrgebiet der Gang ins Stadion an. Hier werden Feindschaften ausgetragen und Freundschaften fürs Leben geschlossen. Die Fankultur im Ruhrgebiet ist einzigartig. Als der Fußball um 1880 nach Deutschland kam, war es zuerst ein Sport für die reicheren Bürger. Erst nach der Jahrhundertwende gab es immer mehr Vereine und Clubs aus dem Arbeitermilieu. Einen kirchlichen Hintergrund hatte etwa Borussia Dortmund: Aus einer katholischen Jugendgruppe ging der Verein hervor. Damals übrigens in den Trikotfarben blau und weiß …

 

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